Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : gemeinsamer Fragenkatalog
Wenn zwei Eheleute in einer unübersehbaren Vielzahl von Bereichen permanent in Konflikt stehen, würde ich gerne von den Eheleuten - sozusagen als Vorbereitung auf eine Mediation -so etwas wie ein "Abklopfen der Standpunkte, Wünsche und Vorstellungen" in allen wichtigen Bereichen vornehmen lassen.
Gibt es bereits eine Art "Fragenkatalog", den jeder für sich in Ruhe durchgeht und ausfüllt, um ihn dann in einer Mediation mit dem des anderen in Übereinstimmung zu bringen?
Joachim Simen
05.07.07, 11:06
Wenn zwei Eheleute in einer unübersehbaren Vielzahl von Bereichen permanent in Konflikt stehen, würde ich gerne von den Eheleuten - sozusagen als Vorbereitung auf eine Mediation -so etwas wie ein "Abklopfen der Standpunkte, Wünsche und Vorstellungen" in allen wichtigen Bereichen vornehmen lassen.
Gibt es bereits eine Art "Fragenkatalog", den jeder für sich in Ruhe durchgeht und ausfüllt, um ihn dann in einer Mediation mit dem des anderen in Übereinstimmung zu bringen?
Guten Tag an.nette
Das ist eine spannende Frage! Mir ist aber noch nicht ganz die Situation klar.
Geht es darum, wie die Phase der Themensammlung durch die Klienten vorbereitet werden kann? Einen "Fragenkatalog", der sozusagen als vorbereitende Checkliste für eine Themensammlung genutzt werden kann?
Oder geht es darum, dass bereits eine Vielzahl von Themen (Ober- und Unterthemen) gesammelt wurden und nun die Interessenklärung stattfindet? Würden Sie dann unter einem Fragenkatalog solche Fragen verstehen, bei denen die Beteiligten sich zunächst selbstständig Gedanken über ihre Interessen hinter dem Thema machen?
Für beide Fälle hab ich spontan jetzt keinen "Katalog" greifbar. Mir ist es aber immer auch ein Anliegen, dass die Mediaten auch ausserhalb der eigentlichen Sitzungen weiter arbeiten. Wie wir sie da konstruktiv und praktikabel unterstützen können, ist eine wichtige Frage, die ich gerne weiter diskutieren möchte.
Viele Grüße
Joachim Simen
Hallo Joachim,
es geht darum, eine standartisierte Themenliste von wichtigen Ober-Und Unterbereichen einer Ehegemeinschaft aufzustellen.
Diese dann von beiden Eheleuten einzeln nach ihren Wünschen (soll-Zustand), dem Ist-Zustand und den möglichen Wegen des Entgegenkommens bzw. eines Kompromisses durch zu gehen; und sie schließlich von beiden Partnern in eine eigene Prioritätenreihenfolge zu bringen bzw. eine Wertigkeit vornehmen zu lassen.
Dies sollte am Anfang einer extrem verfahrenen Eheberatung beiden Parteien Klarheit über sich, den anderen und die realistische Einschätzung einer möglichen oder unmöglichen Zukunft stehen.
Am Ende stünde ein gemeinsamer Vergleich dessen, was beide geschrieben haben mit dem Ergebnis einer maßgeschneiderten Empfehlung (=verbindliches Regelwerk) in allen Punkten, mit dem beide leben können.
Eine solche Versachlichung wirkt extrem entlastend! Sie nimmt die Alltagsstreitereien raus und läßt Raum für erneute Gefühle der Wertschätzung, Liebe, Nähe, des Vertrauens etc.
Falls es so etwas noch nicht gibt würde es vielleicht Zeit, so etwas einmal zusammen zu stellen.
L.G.
Annette
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