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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mikado-Modell


acidburn
17.10.07, 14:44
Hallihallo...

...ich muss n Vortrag über das Thema Mikado-Modell halten und finde im Netz nur sehr sperrlich Infos über dieses Thema (meist nur das Modell ohne wirkliche erklärung). Wäre sehr nett wenn ihr mir ein paar Hinweise zu irgendwelchen Seiten geben könntet!?

thx

Joachim Simen
17.10.07, 17:57
Guten Tag acidburn
Auf der Webseite von Anita von Hertel http://www.vonhertel.de gibt es eine Rubrik "Mediation und MIKADO". Dort werden Links für weiterführende Artikel zum Thema angeboten. Vielleicht hilft es weiter. Ansonsten kann ich leider auch nicht mit mehr Informationen dienen.

Viel Erfolg beim Vortrag und
freundliche Grüße

Joachim Simen

Mirko Haas
18.10.07, 09:45
Ja, das von Joachim gesagte kann ich bestätigen. Ansonsten sehr hilfreich, weil es auch das MIKADO-Modell erklärt, ist das Buch von Anita von Hertel -> Professionelle Konfliktlösung.

acidburn
18.10.07, 12:06
vielen dank erstmal....ich wollte mir das buch (Professionelle Konfliktlösung) nicht unbedingt für einen vortrag kaufen...deswegen hatte ich gehofft, ein paar seiten zu finden.

bei dem link http://www.vonhertel.de kommt ne fehlermeldung. hmmm...is die seite vielleicht offline?! keine ahnung....werds weiter probieren. aber wie gesagt....vielen dank!

Mirko Haas
18.10.07, 12:34
Ich hab die Seite eben mal aufgerufen, und hatte keinerlei Probleme. Aber den Artikel hier nochmals zur Zeitersparnis (mit freundlicher Genehmigung von Anita):

MIKADO MACHT GEWINNER IN 6 MEDIATIVEN EBENEN

Mediation (klassisch)

Innersystemische Mediation

KnowHow für komplexe Fälle

Anwaltlich - mediatives Verhandeln

Dialogisch - mediatives Verhandeln

Osamaru - japanisch: sich besser machen

Das MIKADO-Modell

Das MIKADO-Modell, benannt nach dem japanischen Würdenträger, strukturiert mediative Verhandlungssettings: Die Struktur ist nützlich für Konfliktparteien, für beteiligte Dritte, für Parteianwälte, für weitere Berater, für Mediatoren/ Moderatoren/ Coaches, um für die jeweilige Situation über die geeignetsten außergerichtlichen mediativen Lösungen strukturiert nachzudenken, die Optimale auszuwählen und eine informierte und profunde Entscheidung zu treffen. Die relevantesten Auswahlkriterien für die sechs Ebenen des MIKADO-Modells sind: Eskalationstiefe, autonome Konfliktlösungskompetenz und Komplexität des Falles.

Mediation (klassisch)

Die klassische Mediation beginnt mit der Vereinbarung, eine Einigung anzustreben und endet mit einem vollstreckbaren Vertrag. Sie erweitert das rechtliche Spektrum von Gerichtsverfahren, Schiedsverfahren und Vergleichsverfahren um ein wirksames Instrument. Mediation löst den Konflikt, erhält Beziehungen, senkt Transaktionskosten, erzielt Konsens - und hat in den letzten Jahren die anglo-amerikanische Rechtsszene erobert. Der europäische Markt wächst. Experten schätzen einen Zeitrahmen von 2 - 4 Jahren bis zum Beginn der intensiven Ausbreitung klassischer Mediationen in Europa.

Innersystemische Mediation

Innersystemische Mediation liegt vor, wenn der Mediator, der als Dritter die Parteien unterstützt, selbst Teil des konfligierenden Systems ist. Im Rahmen einer Schulmediation kann das ein zum Konfliktlotsen ausgebildeter Mitschüler sein, der selbst zur Schulklasse der Streitenden gehört. In der Arbeitswelt kann dies ein für die Arbeitswelt ausgebildeter innersystemischer Mediator sein, der auch hier z.T. Konfliktlotse genannt wird.

KnowHow für komplexe Fälle

Weil klassische und innersystemische Mediation voraussetzen, dass die Konfliktparteien bekannt sind, die Konfliktparteien ihren gemeinsamen Konflikt erkennen und der Wunsch besteht, diesen Konflikt mediativ zu lösen, ist manchmal mehr oder anderes erforderlich. KnowHow für komplexe Fälle bezieht systemische Lösungsmodule mit unterschiedlichen Schwerpunkten ein: Appreciative Inquiry, Open Space, Metaphernarbeit... Insbesondere Konflikte in der Arbeitswelt sind häufig komplex: Vermeintliche Konfliktparteien entpuppen sich als Stellvertreter, Konfliktparteien sind nicht zur Mitwirkung in einem mediativen Lösungsprozess bereit oder erkennen ihre Anteile am Konflikt nicht. Quer durch unterschiedliche Abteilungen ziehen sich verschiedene Risse des Unverständnisses, Ärgers oder Misstrauens. Mediatives Konfliktmanagement ist dadurch gekennzeichnet, dass alle Erfolgsfaktoren mediativen Verhandelns genutzt werden, wobei die Durchführung der klassischen Phasen regelmäßig auftragsgemäß kreativ abgewandelt wird.

Anwaltlich - mediatives Verhandeln

Bei der Verhandlung ist der Mediator als Dritter nicht real anwesend. Je ein Partei- Unterstützer, z.B. ein Rechtsanwalt, bringt zugleich seine Mediatorkompetenz ein. Der Anwalt wird sich bei allen Äußerungen, die er tut, jeweils überlegen: Was würde ich als Mediator jetzt fragen? Was würde ich als Mediator jetzt anregen? Wie würde ich mich unter besten Bedingungen verhalten, wenn ein Mediator jetzt da wäre? Der Spagat zwischen Partei- Interessen der eigenen Partei und dem Auftrag, mediativ zu verhandeln, erfordert kontinuierliche Selbstreflexion und innere Auftragsklärung. Wer mediativ verhandelt, kann für seine Parteien das nachhaltige Optimum anstelle eines kurzfristigen Maximums erreichen.

Dialogisch - mediatives Verhandeln

Wer selbst die Kunst der Mediation und des mediativen Verhandelns gelernt hat, kann im Dialog alle Positionen innerlich beziehen. Die Mediator-Position: Was würde ein Mediator/ eine Mediatorin an Ideen, Fragen, Humor, Modulen einbringen? Wie sähe meine Position aus seiner Warte aus? Verhandlungspositionen, Interessen, Werte? Wie sähen Positionen, Interessen, Werte... des Dialogpartners aus Mediatorperspektive aus?

One party mediation

Wenn ein Konfliktpartner (noch) nicht zu einem Gespräch oder zu einer Mediation bereit ist, kann die one party mediation mit einem Mediator oder Coach eine gute Wahl sein. Als Konfliktbearbeitungs-Tool bietet die one party mediation nach dem Mediationsmodell die Mediation mit einem nur in Gedanken vorhandenen Konfliktpartner. Das heißt: alle 5 Phasen der klassischen Mediation ggf. plus Prämediations- und systemischer Interimsphase werden - ohne Konfliktpartner - bearbeitet. Vor allem in Europa, wo es im Regelfall (noch) nicht leicht ist, alle Beteiligten zu einer klassischen Mediation um einen gemeinsamen Tisch zu versammeln, bietet das MIKADO-Modell für alle Beteiligten flexible Wahlmöglichkeiten. So können viele Vorteile der Mediation und des mediativen Verhandelns auch dann genutzt werden, wenn die klassische Mediation noch nicht möglich ist.

Das Mikado-Modell - ist wie jede Modellbildung - eine Strukturierung und damit Vereinfachung, um die Überschaubarkeit in der Fülle mediativer Anwendungsbereiche zu erhalten. Und so profitiert systemisches Denken von der Struktur wie Struktur-Denken von der Systemik. ( © 2000 Anita von Hertel )

acidburn
19.10.07, 09:44
danke erstmal....das (und noch ein weiterer beitrag) is das einzige was ich beim googlen auch gefunden habe. damit kann ich aber keine 15 minuten füllen.Hmmm

:/

Mirko Haas
19.10.07, 10:23
Dann schreib doch mal eine eMail, direkt an Anita von Hertel. Die kann Dir sicher (wenn sie gerade Zeit hat) weiterhelfen und ggf. aufgekommene Fragen klären.

Aber vielleicht können wir Dir auch weiterhelfen. Wenn Du die Artikel gelesen hast (auch die weiterführenden Links auf der HP von Anita?) und Du zu einzelnen Themenpunkte noch weitere Infos benötigst, dann einfach hier einstellen.

Gruß
Mirko Haas

Manfred_Kreuzwirth
09.01.12, 08:17
Scientists had recently stopped dissing the part of the genome that doesn’t produce human bmp2 (http://products.creative-biolabs.com/description_24986_27.htm) proteins. But a new study comparing the human genetic blueprints to those of other mammals concludes that very little of the human bmp2 (http://products.creative-biolabs.com/description_24986_27.htm) human genome is really necessary.