Joachim Simen
20.12.06, 18:59
In der Tat scheint der Streit um den neuen Berliner Hauptbahnhof grundsätzlich sehr geeignet für eine Wirtschaftsmediation zu sein. Momentan stehen sich die Streitparteien unversöhnlich gegenüber. Die Bahn beziffert die Kosten eines Umbaus auf 40 Millionen Euro. In diesem Betrag ist der Imageverlust und der Frust der verärgerten Kunden noch nicht eingerechnet. Tillmann Prinz von der Bundesarchitektenkammer wird von der Berliner Zeitung mit dem Satz zitirt "Unser Rat wäre, dass sich die DB und die Architekten an einen Tisch setzen und beraten, wie sich das Problem lösen lässt.". Von Außen werden also noch Möglichkeiten einer einvernehmlichen Lösung gesehen.Wenn es den Architekten vom Büro von Gerkan allerdings um eine Grundsatzentscheidung geht, ist der mühsame und kostenintensive Weg über die Rechtsinstanzen allerdings richtig. In einer Mediation erhält man eine individuelle, interessengerechte Lösung und kein Grundsatzurteil mit Ausstrahlungswirkung auf andere Bauprojekte. Hier müssen die Streitparteien selbstbestimmt abwägen, ob sie den konfrontativen oder den kooperativen Weg beschreiten wollen.
Weiterlesen... (http://blog.agentur-mediation.de/?p=12#comment-15)
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