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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kompetenzkreis Kölner Mediatoren sucht Verstärkung!


medialog
14.10.09, 14:56
Liebe Gruppenmitglieder,

Wir sind eine Gruppe Kölner Mediatoren (mit überwiegend anwaltlichem Hintergrund) und treffen uns regelmäßig einmal im Monat, um gemeinsam Fälle zu besprechen, Mediationen vorzubereiten, uns auszutauschen und gemeinsam voneinander zu lernen. Unsere Gruppe existiert seit zwei Jahren.

Zwecks Förderung des interdisziplinären Austausches haben wir beschlossen unseren Kreis zu vergrößern und suchen zwei bis drei praktizierende Mediatoren mit nicht-anwaltlichem Hintergrund, die Interesse an einem regelmäßigen lebendigen Austausch in einem festen Kreis haben.

Die Treffen finden jeden dritten (manchmal auch zweiten) Mittwoch im Monat abends zwischen 19.30 und 22.00 Uhr statt.

Interessierte Mediatoren bitte ich, mit mir Kontakt aufzunehmen.

Beste Grüße,

Dorothea Kriele
Mediatorin und Supervisorin (DGSv)

kriele@medialog-beratung.de

tranquillitas
16.10.09, 08:31
Du schreibst, dass ihr überwiegend Mediatoren mit anwaltlichem Hintergrund seid.
Wie steht ihr zum Thema Rechtsberatung in der Mediation?

medialog
16.10.09, 14:19
Rechtsberatung gehört nicht in die Mediation. Dass in der Mediation Lösungen auf Basis der Interessen und nicht auf Basis des Rechts gefunden werden, gehört zum kleinen ABC jedes Mediators. Das handhaben auch meine Kollegen so - jedenfalls ist mir bislang nichts gegenteiliges bekannt.

Ich empfehle Medianten beispielsweise in Familiensachen, sich entweder vorher über die Rechtslage bei einem Anwalt kundig zu machen oder die Mediationsvereinbarung vor der Unterzeichnung nochmal gemeinsam mit einem Anwalt zu besprechen.

Allerdings gibt es auch immer mal wieder besondere Konstellationen, in denen ich eine rechtliche Beratung im Einzelfall für unschädlich halte: So hatte ich zum Beispiel einmal eine Erbmediation, in der sich die Parteien - zwei Geschwister - um das handschriftliches Testament und das Eigentum am Haus der verstorbenen Mutter stritten. Als nach ausführlicher Klärung der Interessen dann in der Lösungsphase klar wurde, dass den Parteien schlichtweg die auf der Hand liegenden dinglichen Sicherungsmöglichkeiten unbekannt waren, habe ich sie kurzerhand über die Möglichkeiten dinglicher Sicherung durch entsprechende Grundbucheinträge informiert - mit Hinweis darauf, dass das nicht meine primäre Rolle als Mediator ist. Also quasi Rechtsberatung zwecks Optionenvergößerung - was dann auch zu einer tragfähigen Lösung geführt hat.

Beste Grüße

Dorothea Kriele

tranquillitas
19.10.09, 09:52
Das ist erfreulich zu hören, dass es auch Anwälte gibt, die tatsächlich Mediationen durchführen bwz. sich der Notwendigkeit einer klaren Trennung zwischen Rechtsberatung und Mediation bewusst sind. Bei der Lektüre des dem Urteil des AG HL (24 C 1853/06) zu Grunde liegenden Sachverhaltes (Anwalt "versucht" sich als Mediator) rollen sich professionellen Mediatoren die Fußnägel hoch.